Parkinson-Krankheit: Der stille Fortschritt im Gehirn 9 May, 2025
Die Parkinson-Krankheit ist eine fortschreitende neurologische Erkrankung, die das zentrale Nervensystem betrifft. Im Kern liegt die allmähliche Zerstörung von Dopamin produzierenden Nervenzellen im Bereich des Gehirns, der Substantia nigra genannt wird. Dopamin ist ein wichtiger Neurotransmitter, der die Bewegungen unseres Körpers reguliert. Durch den Verlust dieser Zellen sinkt der Dopaminspiegel, was zu Problemen bei der Bewegungskontrolle führt.
Obwohl Parkinson häufiger bei Personen über 60 Jahren auftritt, kann es auch in jüngerem Alter auftreten. Obwohl die genaue Ursache der Erkrankung noch nicht vollständig geklärt ist, wird das Zusammenspiel von genetischer Veranlagung und Umweltfaktoren betont.
Genauere Symptome der Parkinson-Krankheit:
Neben den oben genannten Grundsymptomen gibt es noch weitere Symptome, die in verschiedenen Stadien der Parkinson-Krankheit auftreten können:
- Zittern: Oft das erste Symptom, das bemerkt wird. Es beginnt normalerweise in einer Hand und ist im Ruhezustand stärker spürbar. Man kann es als eine Bewegung beschreiben, „wie Geldzählen“. Mit der Zeit kann es sich auf die andere Hand, das andere Bein oder den anderen Kiefer ausbreiten. Stress oder Müdigkeit können das Zittern verstärken.
- Langsamkeit der Bewegungen (Bradykinese): Dazu gehört nicht nur die Langsamkeit der Bewegungen, sondern auch die Schwierigkeit, Bewegungen einzuleiten und aufeinanderfolgende Bewegungen auszuführen. Beispielsweise kann es sein, dass Sie Schwierigkeiten beim Gehen haben, Probleme beim Zuknöpfen von Knöpfen haben oder Aufgaben, die normalerweise schnell erledigt werden müssen, langsamer ausführen müssen. Auch ein stumpfer Gesichtsausdruck (Maskengesicht) kann auf Bradykinesie zurückzuführen sein.
- Muskelsteifheit (Rigidität): Die in den Muskeln spürbare Härte und Spannung. Dieser Zustand kann die Bewegungsfreiheit einschränken und Schmerzen verursachen. Bei der ärztlichen Untersuchung kann ein zahnradartiger Widerstand bei der Bewegung der Gelenke spürbar sein.
- Gleichgewichtsprobleme und Haltungsstörungen: Mit Fortschreiten der Krankheit können die Gleichgewichtsreflexe schwächer werden, wodurch das Sturzrisiko steigt. Häufig ist eine nach vorn gebeugte (vornübergebeugte) Haltung zu beobachten.
- Sprachveränderungen (Dysarthrie): Die Sprache kann langsamer, monotoner oder leiser werden. Es kann zu Schwierigkeiten bei der Aussprache von Wörtern kommen.
- Schreibschwierigkeiten (Mikrographie): Die Schrift kann kleiner und schwerer lesbar werden.
- Verminderter Geruchssinn (Hyposmie): Bei vielen Menschen mit Parkinson-Krankheit kann es bereits Jahre vor dem Auftreten motorischer Symptome zu einem verminderten Geruchssinn kommen.
- Schlafstörungen: Insbesondere REM-Schlafverhaltensstörungen (abnorme Bewegungen wie Schreien und Treten im Schlaf) können mit Parkinson in Verbindung stehen.
- Depression und Angst: Stimmungsschwankungen kommen bei Menschen mit Parkinson-Krankheit häufig vor.
- Verstopfung: Auch das Verdauungssystem kann betroffen sein.
Es ist wichtig zu bedenken, dass die Schwere und Kombination dieser Symptome von Person zu Person unterschiedlich sein kann. Die Diagnose der Parkinson-Krankheit erfolgt nach einer eingehenden Untersuchung und Beurteilung durch einen Neurologen.