Was sind Masern? Symptome und Behandlung 3 Jul, 2025
Masern sind eine hochansteckende Atemwegserkrankung, die durch ein Virus aus der Familie der Paramyxoviridae verursacht wird. Obwohl sie meist im Kindesalter auftritt, können sie auch bei Personen jeden Alters auftreten, die nicht oder unzureichend geimpft sind. Obwohl die Häufigkeit durch die weltweite Verbreitung von Impfungen zurückgegangen ist, verursachen sie in Gebieten mit unzureichender Impfquote weiterhin schwerwiegende Gesundheitsprobleme.
Symptome
Sobald das Masernvirus in den Körper eindringt, dauert es in der Regel 7 bis 14 Tage . Danach treten Symptome auf. In der Anfangsphase der Erkrankung treten in der Regel folgende Symptome auf:
- Hohes Fieber: Das Fieber steigt meist plötzlich an und kann bis zu 40°C erreichen.
- Husten: Ein trockener, anhaltender Husten ist häufig.
- Laufende Nase und Niesen: Es treten grippeähnliche Symptome auf.
- Rötung und Tränen der Augen (Bindehautentzündung): Die Augen können lichtempfindlich werden.
- Koplik-Flecken: Diese kleinen, weißen Flecken, die für die Krankheit charakteristisch sind, treten meist im Mund, an der Innenseite der Wangen, gegenüber den Prämolaren, auf. Sie treten meist einige Tage vor dem Ausschlag auf und sind ein wichtiger Befund bei der Diagnose von Masern.
Im Anschluss an diese Symptome tritt das charakteristischste Krankheitszeichen, der Masernausschlag , auf. Der Ausschlag beginnt meist hinter dem Ohr oder am Haaransatz, breitet sich über das Gesicht aus und breitet sich dann auf Rumpf und Gliedmaßen aus. Er hat eine rotbraune, fleckige und erhabene Struktur. Die Ausschläge verschmelzen und verschwinden und hinterlassen dunkle Flecken auf der Haut.
Behandlung
Es gibt keine spezifische antivirale Behandlung gegen Masern. Die Behandlung konzentriert sich im Allgemeinen auf die Linderung der Symptome und die Vorbeugung von Komplikationen. Folgende Maßnahmen können den Krankheitsverlauf erleichtern:
- Ruhe: Bettruhe hilft dem Körper, das Virus zu bekämpfen.
- Viel trinken: Es ist wichtig, den Flüssigkeitsverlust durch Fieber und Schwitzen auszugleichen. Wasser, Fruchtsäfte und Kräutertees können getrunken werden.
- Fiebersenkende Medikamente: Medikamente wie Paracetamol oder Ibuprofen können zur Fiebersenkung eingesetzt werden. Aspirin wird bei Kindern aufgrund des Risikos des Reye-Syndroms nicht empfohlen.
- Augenpflege: Um Augenbeschwerden zu lindern, können Kompressen mit warmen, feuchten Tüchern gemacht werden. Bei Lichtempfindlichkeit sollte eine gedämpfte Umgebung bevorzugt werden.
- Luftbefeuchter: Feuchte Luft kann hilfreich sein, um Husten und Halsreizungen zu lindern.
Masern können zu schweren Komplikationen wie Lungenentzündung, Mittelohrentzündung, Durchfall und in seltenen Fällen zu einer Gehirnentzündung (Enzephalitis) führen, insbesondere bei Kleinkindern und Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Wenn sich bei einer Person mit Masern die Symptome verschlimmern oder neu auftreten, sollte daher sofort ein Arzt aufgesucht werden.
Schutz
Der wirksamste Schutz vor dem Masernvirus ist die Impfung . Der Impfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) schützt sehr effektiv vor Masern. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt zwei Dosen des MMR-Impfstoffs. Die Impfung schützt den Einzelnen vor der Krankheit und verhindert gleichzeitig die Ausbreitung der Krankheit, indem sie die Immunität in der Bevölkerung stärkt.
Dieser Artikel enthält allgemeine Informationen zu Masern. Es ist wichtig, immer einen Arzt zu konsultieren, um sich über Erkrankungen und Behandlungsmöglichkeiten zu informieren.